Ein außergewöhnliches Musikerlebnis erwartete am 22. Juni rund 130 Drittklässler der Kardinal-von-Galen- und der Höner-Mark-Grundschule. Im Autohaus Ruhe lauschten die Kinder dem Gesang der Sopranistin Liesel Dopheide aus Bersenbrück, die von Andreas Ortland am Flügel begleitet wurde.
Mit Arien aus den Opern „Weiße Rose“ oder „Die lustigen Weiber von Windsor“ zog die junge Sängerin ihr junges Publikum schnell in den Bann. Einige Kinder zuckten bei den ersten Tönen sogar überrascht zusammen – so beeindruckend war die Lautstärke ihrer Stimme, und das ohne Mikrofon.
Im anschließenden Gespräch schossen die Finger nur so in die Höhe. Neugierig wollten die Kinder wissen, wo Liesel Dopheide ihr erstes Konzert gegeben hatte – in Badbergen –, und welche Töne sie erreicht. Die Sopranistin erklärte, dass sie beim Singen ihren gesamten Körper als Instrument einsetzt. Ihr Stimmumfang reiche bis zum dreigestrichenen C oder sogar D bis hinunter zum F – zweieinhalb Oktaven tiefer. Die Kinder erfuhren auch, wie man Opernsängerin wird und wie anstrengend Proben und Aufführungen sind.
Auch Fragen zu den Sprachen ihres Repertoires beantwortete die Sängerin gern. Neben Italienisch, Französisch und Deutsch singt sie auf Russisch, Tschechisch und sogar Schwedisch. Für Überraschung sorgte zudem ihre Antwort auf die Frage nach ihrer Lieblingsmusik: Neben Oper hört sie auch gern Techno und Elektro.
Nach rund anderthalb Stunden ungewöhnlichen Unterrichts machten sich die Kinder wieder auf den Weg zurück in ihre Schulen. Dass der Operngesang Eindruck hinterlassen hatte, war nicht zu überhören: Noch eine Weile hörte man, wie sie singend die hohenTöne der Sopranistin nachzuahmen versuchten.